Bordeaux 1986
Der Bericht, der keiner werden wollte

40-jährige Weine verdienen Respekt. Wenn sich die meisten Liebhaber gerne mit dem klassischen Bewertungssystem, sei es das 20-Punkte- oder das 100-Punkte-System, helfen, um die Qualität eines Weins einzuschätzen, möchten wir ein anderes System verwenden. Eine arithmetische Bewertung scheint uns zu verbindlich zu sein und verallgemeinert. Dies, obwohl jeder Weinliebhaber eigentlich den Spruch von Emile Peynaud (Link), dem Vater der modernen Önologie, kennen müsste, der von Jean-Marc Quarin (Link) immer wieder zitiert wird: « Es gibt keinen grossen Wein, es gibt ausschliesslich grosse Flaschen» (« Il n’y a pas de grands vins, il n’y a que de grandes bouteilles »).

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Confuron-Cotétidot
Der Jahrgang 2023 und weitere Entdeckungen

Der Jahrgang 2023 setzt – wie bereits der 2022er – sowohl weinfachlich als auch philosophisch einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Domaine. In einem der reifsten und wärmsten Jahrgänge der jüngeren Vergangenheit zeigt sich der markante Hausstil der Confuron-Brüder besonders deutlich: kraftvoll, substanzreich und breitschultrig, geprägt von später Lese – der Ruf ist sogar, dass sie immer als letzte der Domaine aus Vosne-Romanée stattzufinden habe –, 100 Prozent Ganztraubenvergärung und längerem Fassausbau. Trotz hoher Reife bewahren die Weine dank der Stiele eine kräuterige Frische und ein beeindruckendes Alterungspotenzial.

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Col Vetoraz
No Prosecco, exclusively Valdobbiadene

When a producer is so proud of its terroir that it removes the word “Prosecco” from its bottles…

The Rebellion in the Bubbles

Mention Prosecco at a dinner party and watch the room divide. Half the guests will smile – it’s the wine of aperitivo hour, of lazy summer afternoons, of Aperol Spritz by the canal. The other half will quietly raise an eyebrow. Too sweet. Too industrial. Supermarket fizz dressed up in Italian sunshine.

Both sides are right – and that is precisely the problem Col Vetoraz set out to solve.

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Zwei Burgunder-Jahrgänge im Vergleich 2010 & 2012

Die Burgunder-Jahrgänge 2010 und 2012 stehen für zwei fundamental unterschiedliche Ausdrucksformen dieser einzigartigen Weinregion. Beide gehören zur Spitzengruppe der letzten zwei Jahrzehnte, verfolgen jedoch völlig verschiedene stilistische Wege: 2010 als Monument klassischer Struktur und Langlebigkeit, 2012 als Botschafter burgundischer Eleganz und unmittelbaren Trinkspasses.

Diese Analyse beleuchtet beide Jahrgänge systematisch – von den meteorologischen Bedingungen über stilistische Charakteristika bis hin zu konkreten Empfehlungen für Weinliebhaber und Sammler.

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Der Burgunder-Jahrgang 2012
Eine Verkostung

Der vorliegende Artikel ist Teil einer dreiteiligen Reihe, die sich dem Vergleich der Burgunder-Jahrgänge 2010 und 2012 widmet. Zweier Jahrgänge, die alles in allem beeindruckend sind, obwohl sich ihre Eigenschaften grundlegend unterscheiden. Im Hauptartikel werden wir sehen, warum man sogar sagen kann, dass sie nicht dieselbe Sprache sprechen, da ihre Art, mit den Weinliebhabern zu kommunizieren, grundlegend verschieden ist. In Bordeaux würde sich der Vergleich auf die Jahrgänge 2009 und 2010 beziehen – ein Vergleich, der im Burgund nicht angebracht ist, da 2009 dort ein üppiges, demonstratives, eher amerikanisches Profil besitzt, während sowohl 2010 als auch 2012 alle burgundischen Merkmale aufweisen.

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Vignamaggio
Where the Medici Vines Still Grow

Vignamaggio (link) stands as one of Chianti Classico’s most layered and historically resonant estates – a polycultural property of over 400 hectares nestled between Greve and Panzano, where winemaking has continued uninterrupted since at least 1404. Spanning roughly 65–70 hectares of active vineyard across sharply distinct micro-zones, the estate marries seven centuries of agricultural continuity with a rigorously modern commitment to organic polyculture and terroir-driven winemaking. The result is a portfolio of unusual range and coherence: from vibrant, high-altitude Sangiovese to structured international single-varietals and a benchmark Gran Selezione capable of decade-long aging.

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Tenuta di Castellaro
Frische Luft aus den äolischen Inseln

Wie wäre es heut mit einem Ausflug dorthin, wo die Sonne spektakulär über dem Meer untergeht und die jahrtausendalte Tradition des Rebbaus in Buschform weitergegeben wird.

Heute verführ ich Euch ins Vorzeige-Weingut Tenuta di Castellaro (Link) auf Lipari, der grössten Insel im äolischen Archipel  (Link) nördlich von Sizilien!

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La Farra
Die stillen Höhenwinzer von Farra di Soligo

Ein unvergesslicher Moment in den Rive von Farra

Manche Weine erzählen ihre Geschichte schon, bevor man das erste Glas hebt. Bei La Farra (Link) geschieht das bereits beim Anblick der Flaschen – diese ruhige, fast asketische Eleganz in Schwarz, Blau und Grau. Doch der wahre Moment kommt, wenn man die Flasche öffnet und der erste Schluck die steilen Hügel von Farra di Soligo spürbar macht.

Ich hatte kürzlich die drei Flaschen auf dem Tisch – Extra Dry, Brut und Extra Brut der Rive di Farra di Soligo – und war sofort gefangen. Statt des üblichen fruchtig-leichten Prosecco-Klischees entfaltete sich hier etwas Tieferes: eine klare, mineralische Frische, getragen von feiner Struktur und einer lebendigen Säure, die den Gaumen lange begleitet. Es fühlte sich an wie ein kleiner Gegenentwurf zu dem, was viele unter Prosecco verstehen: nicht laut, nicht süsslich, sondern präzise, elegant und von grosser Herkunftstreue.

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La Farra
Quiet Altitude in the Hills of Farra di Soligo

Some wines tell their story even before the first sip. With La Farra (link), this begins the moment you see the bottles – their quiet, almost ascetic elegance in black, blue and grey. But the real moment arrives when you open the bottle and the first sip makes the steep hills of Farra di Soligo tangible.

I recently had the three bottles on the table – Extra Dry, Brut and Extra Brut from the Rive di Farra di Soligo – and was immediately captivated. Instead of the usual light, fruity Prosecco cliché, something deeper unfolded: a clear, mineral freshness carried by fine structure and vibrant acidity that lingers long on the palate. It felt like a subtle counterpoint to what many understand by Prosecco: not loud, not sweetish, but precise, elegant and full of origin fidelity.

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Roussillon in drei Akten

Nachdem ich zuletzt im Juni 2024 selbst das Roussillon besucht hatte, fand Anfang März dieses Jahres in der Villa Merton (Link) Frankfurt eine dreiteilige Veranstaltung mit Winzern und Weinen aus der Region statt. Das Event mit dem Titel „Mikrokosmos Roussillon – eine Region, viele Facetten“ war im Auftrag des Conseil Interprofessionnel des Vins du Roussillon (CIVR) von der Hamburger Kommunikationsagentur ff.k (Link) organisiert worden.

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