Weingut Heinrich Pannobile 2012

„Die Werkzeuge, die einen Wein in einen Pannobile verwandeln, sind die Augen, Nasen, Gaumen, Gehirne und Herzen von neun Winzern und der Bleistift für das alles entscheidende “Ja” „ so der Verband Pannobile, welcher auch eine Marke ist.

heinrich_pannobile_2012aWir bewerten den Pannobile 2012 des Kultweingutes Heinrich. Gemäss Angaben des Weingutes auf der Rückenetikette der Weinflasche besteht dieser Pannobile aus 60% Zweigelt und 40% Blaufränkisch. Die Reben stehen auf kargen, teils sandig-lehmigen Böden, teils kalkreichen Böden. Das Traubengut wurde von Ende September bis Anfang Oktober von Hand gelesen und danach drei Wochen in grossen Holzstanden spontan auf der Maische vergoren. Der Ausbau erfolgte während 20 Monaten in gebrauchten 500 Liter fassenden Eichenholzfässern. Die Abfüllung erfolgte Mitte Juli 2014 auf dem Weingut. Der Wein hat 13,5%Vol. Alkohol.

heinrich_pannobile_2012bPannobile 2012
Tiefe, undurchdringliche, purpurrote Farbe mit wässrigen Rändern. Dieser Wein ist noch sehr jung.
Im Bouquet als Auftakt frische Backhefe, gefolgt von dunkler, ja schwarzer Frucht. Einiges an Fruchtsüsse und Extrakt ist vorhanden, allerdings bietet dieser Wein auch eine Frische und wilde Kräuter, welche zeigen, dass nicht nur konzentriert und extrahiert wurde…..Nein es ist auch eine gewisse Art von Eleganz vorhanden, welche bei Weinen aus warmen Klimazonen (Panonisches, kontinentales Klima) nicht selbstverständlich ist. Neben der bereits erwähnten dunklen Frucht (saftige, hochreife schwarze Kirschen und reifer Hollunderfrucht) sind weitere Aromakomponenten u.a. etwas Leder und balsamische Elemente nebst mineralischen Komponenten wie geschliffene Steine aus einem Bachbett nach einem Platzregen und etwas Rauch vorhanden. Nach einigen Minuten im Glas zeigt sich auch die für den Blaufränkisch typische Würzkomponenete (schwarzer Pfeffer und Thymian).
Am Gaumen eine schöne Säure, ergänzt durch eine leichte, verspielte, salzige Mineralität. Auch hier ist der Extrakt markant und prägt diesen Wein. Das ist noch kompakt, aber schon zugänglich und am Beginn der der ersten Trinkreife. Die Frucht (saftige, schwarze Kirschen und reife Hollunderfrucht) wird durch eine florale Komponente wunderschön ergänzt. Das ist stimmig und animiert, den nächsten Schluck zu nehmen. Im langen Abgang sind reife, weiche Gerbstoffe vorhanden (verbliebene Fruchthäute ohne Fruchtfleisch). Im Gegensatz zum 2010er Jahrgang sind die mineralischen Elemente in der Retronasalen schwächer, dafür sind fruchtigen Elemente vorhanden, welche diese ersetzen. 17.5/20.

Jetzt trinken, ein gewisses Reife und Lagerungspotential ist durchaus vorhanden. Mir gefällt dieser Wein jedoch aktuell am besten und ich kann mir nicht vorstellen, dass eine zusätzliche Lagerung noch zusätzliches Potential birgt.

Dieser Wein ist in der Schweiz u.a. bei AT Vinum für 31.10, Haus Österreich,Brancaia und Martel für 34.- und Schubi Weine für 35.-

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