Die Messe des guten Geschmacks oder eben der Slow Food Market

Vom 8. bis 10. November fand der 3. Slow Food Market in der Messe Zürich statt. Er steht für Qualität, Tradition, regionale Werte, Ökologie und Nachhaltigkeit gegenüber Mensch und Natur.
SFM13_P_003_grUnterstützt wird dieser grosse Event auch durch einige namhafte Sponsoren, die sich für die handwerkliche Tradition kleiner Lebensmittelher-steller einsetzen.
Insgesamt 200 Slow Food Hersteller aus 8 Nationen waren für die tolle Marktatmosphäre verantwortlich. Die etwa 10’000 Besucher hatten so die Gelegenheit, das Slow Food Prinzip „gute Qualität, saubere Herstellung, faire Bezahlung“ in direktem Kontakt mit den Erzeugern in persönlichen Gesprächen oder beim degustieren ihrer Produkte kennen zu lernen und so aus erster Hand zu erfahren, woher die Lebensmittel kommen.
Diese breite und bunt gemischte Produktvielfalt animierte das genussfreudige Publikum zum Degustieren, Diskutieren, Fachsimpeln- und zum Kaufen.

Vielversprechende Highlights wie die neue Showküche oder die verschiedenen Geschmackslabors im abwechslungsreichen Rahmenprogramm runden das Angebot des Genussmarktes ab.

ottobergFür mich als Weinfreak sind ganz besonders der Stand respektive natürlich die Weine von Michael Broger aus Ottoberg aufgefallen. Der 1970 geborene Thurgauer Weintechnologe hat sich nach Wanderjahren in verschiedenen Selbstkelterbetrieben im In-und Ausland 2003 am Ottoberg einen kleinen Hof mit Rebberg gekauft und sich so selbständig gemacht. Unter anderem konnte ich bei ihm einen unter dem Leitgedanken des biodynamischen Anbaus mit safteigenen, wilden Hefen vergorenen Blauburgunder ohne Schwefelzusatz degustieren. Interessant war da vor allem der Vergleich des noch jugendlichen 2011ers mit dem nachher angebotenen, gereiften 2007er.-Ein Traum-. Somit hat er auch meine kritische Frage nach der Haltbarkeit von schwefelfreien Weinen ganz direkt beantwortet.

Weiter aufgefallen sind mir unter anderem ein wirklich zugänglicher, unkomplizierter Ex-Mister Schweiz Renzo Blumenthal mit seinen hervorragenden Bioprodukten, Patrick Nauer mit seinem neu kreierten Portwein, der stolze Schlossherr, passionierte Jäger und Winzer mit Leib und Seele Gian-Battista von Tscharner mit seinem auf der Flasche mit „Battista“ signierten Monument Pinot Noir oder Ruedi Käser mit seinen wunderbaren Destillaten und den bereits weltmeisterlich ausgezeichneten Elfinger Whiskys.

Als vielleicht einzige kritische Anmerkung wäre da zu erwähnen, dass sich bei meinem Besuch am Sonntag in zwei viel zu heissen Hallen unglaublich viele Leute durch die teilweise wirklich schmalen Gassen durchgekämpft und sich so die ganzen Kontakte mit den Erzeugern sichtlich erschwert haben.

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