„Hansdampf in allen Gassen“: Maison Frédéric Magnien

Der umtriebige Frédéric Magnien repräsentiert bereits die fünfte Winzer- Generation dieser Familie. Gelernt hat er das Handwerk von seinem Vater Michel Magnien.

IMG_2251Er half bereits früh in den Weinbergen und im Keller der elterlichen Domaine und war einer der ersten jungen Winzer, der sich im Ausland (Kalifornien und Australien) die Sporen abverdiente, neue Erfahrungen mitbrachte und sich zusätzliches Weinwissen aneignete. Anschliessend kam er nach Frankreich zurück und schloss an der Universität Dijon das Studium für Weinbau und Önologie ab.
Seine wohl wichtigste Entscheidung fällte er im Jahr 1995. Er gründete ein auf seinen eigenen Namen lautendes Weinhandelshaus, das Maison Frédéric Magnien. Die Idee dahinter war es, Parzellen von anderen Winzern, die hauptsächlich mit mindesten 40-jährigen Reben bestockt sind zu suchen. Diese mussten optimal ausgereifte Früchte hervorbringen und in den edelsten Appellationen der Côte de Nuits gelegen sein. Er spielt dabei eine Schlüsselrolle bei der Beratung von diesen Winzern, die er sorgfältig auswählt und mit denen er das ganze Jahr zusammen arbeitet. Er kauft die qualitativ hochstehenden, optimal ausgereiften Trauben an diesen edlen Lagen, stellt diese je nach der aromatischen Vielfalt der Rebberge und des Terroirs zusammen, keltert diese selber bei sich und verkauft die Weine unter seinem Namen. Begonnen hat er damals mit 21 Barriques. Heute sind es über 1000 Barriques.
Seit 1996 erfolgen alle Stufen der Weinbereitung im Rhythmus der Mondzyklen. Einige seiner Produkte sind bereits mit einem Gütesiegel „AB“ (biologische Landwirtschaft) zertifiziert. Viele weitere werden nach seinem Motto „Grosse Terroirs müssen BIO sein“ noch dazukommen.

magnien_fixin2007Verkostungsnotizen
Fixin Crais de Chêne 2007
Rebsorte 100% Pinot Noir. Die Reben stehen auf Kalksteingeröll mit Mergel und etwas Lehm vermischt. Ausgebaut wird in speziellen Troncais Barriques. Die Weine werden weder geschönt noch gefiltert. Im Glas ein überraschend dunkles Rubinrot. Hier wurden reife und konzentrierte Trauben geerntet, was beim Winzer üblich ist. In der Nase dunkle Beeren wie Heidelbeeren und Brombeeren. Dazu noch eine zarte Veilchennote und eine Spur Waldboden. Im Gaumen zeigt sich eine tolle Frucht mit einer passenden, straffen Säure und etwas würziges Holz. Die Tannine sind weich, gut eingebunden und der Abgang ist ordentlich lang. 17.5/20

Die Erzeugnisse von Frédéric und Michel Magnien sind in der Schweiz u.a. bei Ruli Vins SA erhältlich.
Wir empfehlen unseren Bericht über das Winzerduo Michel und Frédéric Magnien.

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