Ein Kraftprotz aus dem Südwesten: Château Laroche Viella

Das Château Viella, welches in der Gemeinde Vielha gelegen ist, gilt als eine der besten Domaines in der AOC Madiran. Wir haben diese im Bericht über den Papst der Appellation, Alain Brumont, präsentiert. Seit 1952 ist das Schloss im Stil des XVIII. Jahrhunderts im Besitz der Familie Bortolussi. Alain vertritt die dritte Generation. Die 25ha Weinberge teilen sich in den Appellationen Madiran und Pacherenc de Vic Bihl, wobei die erste einer Fläche von 20ha entspricht.

Sie befinden sich alle auf nach Süden ausgerichteten Hängen. Die bebauten Rebsorten sind Arrufiac sowie Petit und Gros Manseng für die Weissweine und Tannat sowie Cabernet Franc und Sauvignon für die Rotweine. Der grösste Teil der Produktion wird exportiert. Das Château geniesst nicht zuletzt einen beneidenswerten Ruf im Bereich des Önotourismus.

madiran_viella_2002Château Laroche Viella Madiran 2002
Assemblage aus Tannat, Pinenc und Cabernet. Im Glas eine fast pechschwarze Farbe mit rotbraunem Wasserrand. Zuerst eine ungewohnte, animalische, schwer zu beschreibende Nase nach gegrilltem Fleisch, Minze, dezenten Fruchtnoten von dunklen Beeren, Leder und Maggikraut. Im Gaumen austrocknend, eine präsente Säure und noch dominante, etwas ungehobelte Tannine, Teernoten und eine kalkige Mineralität. Wir haben diesen Wein dann gelüftet, dekantiert und so von seinem übermässigen Bodensatz getrennt. Ferner haben wir ihn eine Nacht lang in Ruhe gelassen. In dieser Zeit hat er sich beruhigt, ist zugänglicher geworden und hat eine etwas harmonischere und fruchtigere Note gezeigt. Der Abgang ist wenig ausdrucksvoll und ich bin versucht zu sagen, dass er wohl seine besten Tage gesehen hat.
15.5/20 (?)

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