Ein französisches Märchenschloss: Château de la Rivière

Das Château de la Rivière ist mit über 100 Hektaren Umschwung, wovon 65 Hektaren Reben das wohl grösste und auch das bekannteste Anwesen der gleichnamigen Gemeinde in Fronsac. Das Schloss ist ein optischer Blickfang, der seinesgleichen sucht. Es dominiert das Tal der Dordogne. Die historische Geschichte dieses traumhaften Weingutes reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück.

(c)Chateau de La Riviere

Damals war es allerdings noch ein von Karl dem Grossen erbautes Lager. Im Jahr 1962 wurde das Schloss renoviert. 1995 erweiterte und restaurierte der damalige Besitzer Jean Leprince auch die umfangreichen Kellergewölbe und die Weinkellerei. Nach seinem Tod im Jahr 2002 kaufte der führende Hersteller von Erntemaschinen, James Edmond Grégoire das Anwesen. Ende 2013 verkaufte er das Weingut an die chinesische Unternehmensgruppe Brillant des Milliardärs Lam Kok. Nach dem Verkaufsabschluss wollte Gregoire dem neuen Eigentümer bei einem Rundflug mit dem Helikopter den Besitz aus der Luft zeigen. Aus noch ungeklärten Gründen sind diese in den nahe gelegenen Fluss Dordogne abgestürzt. Es gab keine Überlebenden. Seitdem ist die Frau des Milliardärs, die Flugangst hatte und nicht mitgeflogen war, die alleinige Besitzerin.
Die Weinberge liegen im Tal der Dordogne, was eine natürliche und sehr günstige Klimaregulierung gewährleistet. Die Rebberge sind in einer Art natürlichem Amphitheater in Südlage angelegt, das die Einwirkung von Sonnenlicht konzentriert und Trauben von aussergewöhnlicher Reife produziert. Die Reben sind zu 2/3 mit Merlot bestockt und der andere Drittel besteht aus Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Malbec und Petit Verdot. Sie stehen auf Lehm und Kalkstein und sind teilweise über 80 Jahre alt. In den Rebbergen wird streng nach ökologischen Grundsätzen gearbeitet. Das Weingut war im Jahr 2012 eines der ersten, welches eine offizielle Zertifizierung erreichte. Die Weine werden in modernsten, temperaturgesteuerten Edelstahltanks vergoren und anschliessend in 30% neuen und 70% zweijährigen Barriques während 12 bis 18 Monate ausgebaut.
Nebst dem Rotwein Château de la Riviére und einem Zweitwein „Les Quelle“ wird noch eine ganz spezielle Weissweincuvée aus Sauvignon Blanc und Sauvignon Gris und eine Luxuscuvée mit Namen „Aria“, eine aus den ältesten Reben des Anwesens geerntete, Merlot-dominierte Mischung hergestellt.

Château de La Rivière 2001Château de la Rivière Fronsac 2001
Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Malbec. Es zeigt sich ein leuchtendes, dunkles Granatrot im Glas. Eine reife, intensive, würzige, nach Beeren wie Brombeeren und schwarzen Johannisbeeren duftende, leicht röstige Nase. Seidig am Gaumen, mit einer zarten Extraktsüsse und Fruchtaromen nach schwarzen Kirschen, Vollmilchschokolade und Gewürzen, einer harmonischen Säure und gut eingebundenen Tanninen. Der Abgang ist zart und mittellang. 17.5/20.
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