Seit über vier Jahrhunderten in gleichem Besitz: Château La Gaffelière

Überreste, die der Comte de Malet Roquefort 1991 ausgrub, zeugen von einer langen und ereignisreichen Weinbaugeschichte, die bis zur gallorömischen Epoche zurückreicht. Das Gut, das sich seit über vier Jahrhunderten in Besitz dieser Familie befindet, gehört zu den ältesten und bedeutendsten Weinbaubetrieben der Gemeinde Saint-Emilion.

(c)Drink Bordeaux

Die gesamte Rebfläche auf dem beeindruckenden Terroir ist 25 Hektar gross, mit einer zusammenhängenden Rebfläche von 22 Hektaren zwischen Hügelparzellen der Nachbarn Château Ausone und Château Pavie. Ausgerichtet sind die Rebberge in idealer Sonnenexposition nach Süden, was den meist über 35 Jahre alten Reben zugutekommt. Bestockt sind sie mit 90% Merlot und 10% Cabernet Franc. Der Lehm-Kalk-Boden auf einem leicht erhöhten Hügel und der kieselhaltige Boden am Fusse der Anhöhe tragen beide zu der Persönlichkeit der Weine bei.

Der derzeitige Besitzer Léo de Malet Roquefort ist damit beschäftigt, die Traditionen, die zu der weltweiten Reputation des Weingutes geführt haben, aufrecht zu erhalten. Die Erzeugnisse des Hauses gehören zur zweithöchsten Stufe in der Hierarchie der Rotweine und sind Premier Grand Cru Classé B. Ausgebaut werden die Weine zwischen 14 und 16 Monaten in französischem Eichenholz, 50% neues Holz. Seit 2004 fungiert der bekannte Stéphane Derenoncourt auf dem Gut als Berater.

La_Gaffeliere1993Château La Gaffelière 1er Grand Cru Classé Saint Emilion 1993
Traubensorten 80% Merlot und 20% Cabernet Franc. Es zeigt sich ein noch jugendliches Purpurrot ohne irgendwelche Ermüdungserscheinung im Glas. In die komplexe Nase steigen mir Düfte von reifen, schwarzen Kirschen, rote Früchte wie Johannisbeeren, Kräuternoten und etwas heller Tabak. Ein würziges, extraktreiches, fleischiges, florales Bouquet dann im Gaumen. Weiter spürbar Malz, gut eingebundene Tannine, eine leichte Pfeffrigkeit, dunkle Holznoten und etwas Lakritze. Der Abgang ist lang, finessenreich und hat ganz am Schluss eine zarte Süsse. 17.5/20.
Zurück

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.