Geschichtsträchtig und berühmt: Weingut Keller

Seit über 200 Jahren baut die Familie Keller (mit Schweizer Wurzeln) vom berühmten Weingut Keller in Flörsheim-Dalsheim in umliegenden Weinbergen der Weinregion Rheinhessen Wein an. Klaus Keller und seine Frau legten den Grundstein für den heutigen Erfolg bereits in den 70er Jahren.

(c)Pinard de Picard

Ihr Sohn Klaus Peter Keller ist wohl einer der bekanntesten Winzer der jungen deutschen Riege. Er führt dieses seit 2002 in neunter Generation. Nebenbei bemerkt produziert er auch den teuersten Weisswein in Deutschland, den Kultwein „G-Max“. Für Historiker sei noch erwähnt, dass sich dieser Name aus dem Ur-Grossvater Georg Keller und dem zweitgeborenen Sohn Maximilian zusammensetzt. Über die vielen Preise und Auszeichnungen für seine Produkte möchte ich an dieser Stelle aber nicht näher eingehen.
Das simple Konzept von Keller ist einfach zu definieren. Die Qualität darf der Quantität nicht weichen. Auf insgesamt 15 Hektaren werden Weissweine der Sorten Riesling, Weiss-und Grauburgunder, Silvaner und Scheurebe angebaut. Weniger bekannt, aber nicht weniger gut sind seine Rotweinsorten Dornfelder und Spätburgunder. Die Terrassenweinberge stehen an steilen, meist südöstlichen Hängen, auf mittelgründigen, skelettreichen Böden aus Kalkfels. Höchstes Augenmerk wird auf gesundes, reifes Traubengut gelegt, was nur mit Hilfe von selektiver Handlese gewährleistet ist. Der Most wird mit Naturhefen bei niedrigen Temperaturen mindestens acht bis zehn Wochen vergoren, edelsüsse Weine bis zu einem halben Jahr. Der Ausbau erfolgt dann je nach Wein in Edelstahltanks oder im Holzfass. Von den Spitzenlagen werden Grosse Gewächse produziert und das Weingut ist Mitglied des VDP.

Keller_Rieslaner2003Wir haben auf dieser Site schon mehrmals Weine des Familienweingutes vorgestellt. Heute die Rieslaner Auslese 2003 aus dem Monsheimer Silberberg.
Es zeigt sich im Glas ein kräftiges, klares Goldgelb. In der Nase präsentiert die edelsüsse Rarität intensive Aromen nach Mango, Maracuja, Banane, Papaya und Melone. Auch eine Würzigkeit, Blütenduft und eine mineralische Note sind riechbar. Für ein Feuerwerk der Sinne sorgt dann der fruchtige, kräftige Gaumen. Er wird verwöhnt von überschwänglichen, komplexen, vollmundigen Aromen nach reifen Weinbergpfirsichen, Aprikosen, exotischen Früchten, einem Dörrfrüchtekorb und wieder mit der wunderbaren Mineralität. Was mir allerdings etwas fehlt ist eine spürbare Säure. Es ist nicht so, dass der Wein plump ist aber die Säure hält sich vornehm zurück. Aufgefallen ist mir aber der geringe Alkoholgehalt von 8.5 % Volumen. Der Nachhall ist dann wieder kräftig, nachhaltig, lang anhaltend und er zeigt unglaubliches Potential. 18/20

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