Domaine Maurice Ecard et Fils, Savigny les Beaune 1er Cru Les Narbantons 1998

Die Domaine Maurice Ecard wurde 1789 in einer der schönsten Burgunder Appellationen, Savigny-lès-Beaune, gegründet. Der Besitzer Maurice Ecard wurde von vielen Experten als der Vater der AOC betitelt.

ecard_narbantons_1998Savigny les Beaune 1er Cru Les Narbantons 1998
Traubensorte 100% Pinot Noir. Mittleres Granatrot mit Wasserrand. In der Nase mineralisch, schwarze Kirschen und rote Früchte. Ecard arbeitet das Terroir richtiggehend heraus. Im Gaumen fruchtiges Waldbeerkonfit, geröstete Nüsse, blumig und mit zarten, gut eingebundenen Tanninen. Ein Hauch von Kräutern. Mittlere Komplexität und doch reiche und gut proportionierte Aromen. Eine feine Fruchtsüsse. Intensiv, lebendig, reif und vollmundig, mit einer schönen Textur und einem langen Abgang.
Ein wunderbarer Pinot Noir zu einem moderaten Preis.
17.5/20

Die Domaine
Maurice Ecard ging 2006 in Pension. Aufgrund von Unstimmigkeiten in der Familie und insbesondere zwischen den vier Erben des Winzers verkaufte Maurice Ecard sein renommiertes Weingut an Maison Béjot. Dieses pflegt heute den Namen „Maurice Ecard“ weiter. Die Weine werden unter der Leitung von Vincent Sauvestre produziert.
Michel Ecard, der Sohn, dessen Philosophie sich am besten derjenigen des Vaters annähert und auch der einzige der vier Erben, der Winzer geworden ist, verliess 2004 das frühere Weingut, wobei er 4ha, d.h. 3.3ha für die Rotweine und 0.7ha für die weissen Weine übernehmen konnte. Zwei zusätzliche Hektaren wurden bis vor ein paar Jahren gepachtet. Michel und seine Frau Joanna füllen ihre Weine unter ihrem eigenen Namen ab. Die Produktion beträgt in einem normalen Jahrgang 20‘000 Flaschen.

Was die Qualität anbelangt, gelingt es Maison Béjot immer wieder, das eine oder andere sehr gute Erzeugnis abzufüllen, welches dann zumindest auf dem amerikanischen Markt mit einer entsprechenden Note bewertet wird. Seinerseits ist Michel Ecard neben Simon Bize sowie Jean-Marc & Hugues Pavelot eindeutig die Adresse, welche einem in den Sinn kommt, wenn es um hochkarätige Savigny-Weine geht. Es brauchte allerdings die aktive Unterstützung einzelner Freunde wie Patrick Bize und Vincent Dureuil von der unverzichtbaren Dureuil-Janthial sowie den genialen Jahrgang 2005, damit die Domaine ihr finanzielles Gleichgewicht wahren konnte.

Die Weinberge beider Domaines befinden sich östlich des schönen Weindorfes Savigny-lès- Beaune, an der Grenze von Beaune. Michel und Joanna Ecard produzieren fünf 1er Crus und zwei Villages.
Die ursprüngliche Domaine Michel Ecard bearbeitete die Weine nach biologischen Methoden. So widerspiegelten sie das Terroir rein und deutlich. Die Reben wurden während des Jahres beschnitten und die vorselektionierten Trauben erst bei vollständiger Reife von Hand geerntet und anschliessend manuell abgebeert und sortiert. Es wurden pro Hektar nur 35 hl geerntet, sofern die Wetterbedingungen es ermöglichen.
Während der alkoholischen Gärung in kleinen, offenen Standen wurde der Tresterhut mehrmals am Tag, zum grössten Teil barfuss, gestösselt. In Frankreich „pigeage“ genannt. Die malolaktische Gärung erfolgte im Barrique und der Ausbau auf der Hefe dauerte dann 15 bis 18 Monate in teilweise neuem Holz. Anscheinend arbeitet die Domaine heute, trotz Besitzerwechsel, immer noch so. Seinerseits arbeiten Michel und Joanna Ecard modern, pflegen jede Etappe der Vinifizierung und produzieren somit zwar moderne, also jung zugängliche, doch auch fleischige, konzentrierte, geschmackvolle und durchaus lagerfähige Weine, welche das Terroir richtig zur Geltung bringen. Besonders empfehlenswert ist der 1er Cru Les Serpentières, welchen wir zu einem späteren Zeitpunkt bewerten werden.

Was den Narbantons anbelangt hat die heutige Domaine Maurice Ecard die ursprüngliche und auch offizielle Schreibweise behalten, während Michel und Joanna Ecard Narbentons mit einem e schreiben.

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