Tom Litwan, Pinot Noir Chalofe 2010

Ein Insider-Tipp? Ein sicherer Wert? Wir bewerten den Pinot Noir Chalofe 2010 AOC Thalheim vom vielversprechenden, jungen Aargauer Winzer Tom Litwan.

(c) Tom LitwanKlares, im Licht glänzendes Rubinrot mittlerer Intensität.
Im ersten Auftakt kommen mir Röstnoten des Ausbaus dieses Weines im Barrique entgegen. Diese Röstnoten sind jedoch zu keinem Zeitpunkt dominant oder die restlichen Geruchskomponenten überdeckend. Im Gegenteil. Diese Röstnoten sind erst der Auftakt für das, was da noch kommen wird. Der Wein wirkt zudem sehr frisch, mit einer kühlen, ätherischen Note nach Pfefferminz / Menthol welche dann aber sofort durch einen Eindruck eines soeben angeschnittenen Schokoladenkuchens mit einer flüssigen, noch warmen, dunklen Trüffelfüllung ergänzt wird. Aber auch die Frucht fehlt selbstverständlich nach diesem, für einen Pinot Noir vielleicht etwas ungewöhnlichen Auftakt, nicht. Reife Wildkirschen und Weichseln zu Beginn, dann wird das Aromaspektrum immer vielschichtiger. Es ist schwierig zu beschreiben, sind doch verschiedene rote und schwarze Fruchtkomponenten dicht ineinander verwoben. Dieser Wein ist noch sehr jung und eben erst am Beginn seiner Trinkreife. Ergänzt wird das Aromaspektrum durch eine schöne, dunkle Pinot-Noir Würze und Kubeben Pfeffer.

litwan_chalofe2010Am Gaumen ein sehr saftiger Auftakt. Wow! Mineralisch, fast salzig, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob die doch recht beachtliche Säure dieses Weines diesen Eindruck nicht noch zusätzlich verstärkt. Der Wein hat aber auch viel Schmelz und eine geschmeidige Textur. Das trinkt sich so richtig gut und jeder Schluck dieses Weines verlang sofort nach dem nächsten Schluck! Dieser Pinot Noir macht eindeutig süchtig. Einen solchen Auftakt habe ich bei einem Pinot selten erlebt. Das ist finessenreich und vielschichtig, wenn auch noch sehr jung. Am Gaumen sind die Aromen, welche im Bouquet eindeutiger zu erkennen waren, noch nicht ganz so zugänglich resp. klar erkennbar. Das Potential dieses Weines ist aber eindeutig. Diesem Wein sollte unbedingt noch 2-3 Jahre Ruhe- und Reifezeit im Weinkeller gegönnt werden. Ein sehr langer Abgang, bei dem nochmals alle Aromakomponenten wunderschön zur Geltung kommen. 18/20

Dieser Wein wurde bei Brancaia verkostet, wo er 36.- kostet.

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