Penfolds Bin 150 2011

Wir veröffentlichten letzthin einen Bericht über Penfolds und lobten die hervorragende Arbeit, welche seit genau 170 Jahren auf dem Weingut geleistet wird. Ganz klar gibt es einen Penfolds-Stil, welcher auf der Perfektion der einzelnen Schritte der Weinproduktion beruht. Was auch immer der Preis der einzelnen, erzeugten Weine ist. Im vorliegenden Bericht bewerten wir den unverzichtbaren Bin 150 2011.

Penfolds2012Penfolds: “Die Rotweine von Penfolds lassen sich typischerweise in drei Kategorien einordnen. Die erste umfasst die Weine aus einem einzigen Weinberg wie z.B. der Magill Estate , Shiraz, Kalimna Block 42 Cabernet Sauvignon oder eines einzigen Anbaugebietes wie z.B. der Bin 128 Coonawarra sowie der Shiraz, RWT Barossa Shiraz oder sie sind, nicht zuletzt, das Ergebnis einer Assemblage der Trauben aus mehreren Regionen. Wie u.a. der Grange oder der Bin 707. Der Bin 150 Marananga Shiraz entspricht eigentlich einer vierten Kategorie, in welcher das Terroir eines Bezirks voll zur Geltung gebracht wird. Hier handelt es sich um das Marananga, welches sich zwar ganz in der Nähe des Zentrums des Barossa Valleys befindet, doch auch eine eigene Typizität liefert. Das Marananga profitiert von einem warmen und trockenen Klima und von einem reichen Boden. Die Rebstöcke dieses Gebiets liefern oft das Gerüst der bekanntesten Weine des Barossa Valleys. Torbreck und Two Hands sind beide Flaggschiffsweingüter der von Adelaide 70km entfernten Gemeinde Marananga.

bin1502011Penfolds Bin 150 2011
20% des reinsortigen Bin 150 2011 wurde 12 Monate lang in neuem, französischem Holz, 30% in 1jährigem, französischem Holz, 20% in neuem, amerikanischem Holz und, schliesslich, 30% in 1jährigem, amerikanischem Holz ausgebaut. Ausschliesslich 225l Fässer werden eingesetzt. 14.5% Alkohol, welcher perfekt eingebunden ist. 6.2g/l Säure. Der Bin 2011 wurde 2008 zum ersten Mal produziert.

Dunkle und tiefe Farbe. Penetrante, doch auch subtile, elegante und verführerische Nase mit feinen, reintönigen und präzisen Düften schwarzer und blauer Beeren, aber auch Zedernholz, ein Hauch provenzalischer Kräuter, schwarzer und grauer Pfeffer, etwas Malz und nicht zuletzt Johannisbeerlikör. Der Wein wurde fünf Tage lang verkostet und zeigte in dieser Zeit kein Alterungsanzeichen. Dürfte sich also auch bis 20 Jahre lang problemlos halten. Diese Nase erweckt die Sinne und erweist sich als die komplexeste und finessenreichste der drei Weine. Vom Ausbaustil her könnte dieser Wein auch aus Europa stammen, vielleicht sogar aus dem Côte-Rôtie Gebiet. Er kann in einer Gegenüberstellung gegen einen ausgereiften Syrah de Fully Quintessence von Benoit Dorsaz und einen Sereine Noire von Yves Gangloff bestimmt mitreden. Der Gaumen ist vollmundig, samtig, geschmackvoll, komplex, frisch und ausgewogen. Die Tannine sind ausgefeilt und die Säure perfekt eingebunden. Langer Abgang. 18/20.
CHF 83.- bei Rutishauser Barossa.

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