Romano dal Forno, Valpolicella 2008

Wir haben bereits einen Bericht über die bisherigen Jahrgänge des unverzichtbaren Valpolicella des grossen Winzers geschrieben. Der Jahrgang 2008 ist wieder ein verhältnismässig preiswerter Wert der Top-Liga.

dalforno200870% Covina und Corvinone, 20% Rondinella und 5% Oseleta sowie 5% Croatina. Die Rebstöcke befinden sich auf dem renommierten Monte Lodoletta. Sehr ähnliche Farbe wie beim Amarone des gleichen Jahrgangs. Wenn sich der Amarone 2008 besonders verhalten zeigt, bietet der Valpolicella 2008 zwar ebenfalls eine äusserst konzentrierte, aber auch expressive und sofort zugängliche Nase. Brombeeren, schwarze Johannisbeeren, zerquetschte und gestampfte, rote Beeren, etwas Teer, Himbeerlikör, Bitterschokolade, geröstetes Lammfleisch mit provenzalischen Kräutern,… Erst im Gaumen zeigt sich sein brachiales Format. Breit und tief, vollmundig und gnadenlos, die rauen Holzkomponenten kratzen den hinteren Teil der Zunge und im Hals, ohne dass diese austrocknen. Tolle Frische und perfekte Balance, die Tannine zeigen sich kräftig und zugleich samtig. Eine feine, ja sogar verführerische, alkoholische Note begleitet das Ganze und verleiht ihm eine zusätzliche Komplexität. Erinnert mich an den 2005er. Der Stoff wirkt ölig und bietet ganz bestimmt sehr viel Extrakt und Restzucker, wobei er auf keinen Fall plump wird. Wohl im Gegenteil. Der Schmelz wird aktuell durch die feinkörnigen, dichten und konzentrierten Tannine ausgeglichen. Dieser Wein hätte seinen Platz in einer Verkostung grosser, kalifornischer Erzeugnisse ganz klar und braucht sich nicht zu verstecken. 18.5/20.
Nach einer Weile merkt man im leeren Glas, dass das Wetter des Jahres eher umständlich war, es gibt kein einziges Zeichen der Überextrahierung oder der Überreife. Dies, obwohl empyreumatische Noten dieses Mal klar sind: Rauch, BBQ Fleisch, Chemineenoten,…

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