Weingut O, Olaf Schneider, Riesling Kabinett Ungsberg 2012

Insgesamt wurden 672 Flaschen dieses Weines abgefüllt. Der Alkoholgehalt liegt bei 9.0 Vol. %, was den Genuss (insbesondere im Sommer auf der Terasse) zum Vergnügen werden lässt.

IMG_3647Die 44 Gramm/Liter des natürlichen Restzuckers sind sehr gut eingebunden und die 8.6 Gramm/Liter Säure sorgen in Kombination zusammen mit der erwähnten natürlichen Restsüsse für einen hohen Trinkspass.

Helles, klares und intensives, im Licht glänzendes, Gelb mit limettengrünen Anklängen.

Ein intensives und vielschichtiges Bouquet, welches mir aus dem Glas entgegenkommt, obwohl ich den Wein eher zu kühl ins Glas eingeschenkt habe! Nebst den für den Riesling sortentypischen fruchtigen Eindrücken wie von frisch geraffeltem Apfel, Zitrusfüchten (von Zitrone über Limette hin zu Grapefruit), und etwas dezent im Hintergrund, exotischen Komponenten wie Maracuja sowie etwas weissem Pfirsich, ist da eine sehr vielschichtige, aber noch recht kompakte und sich noch etwas verbergende Mineralität vorhanden. Nebst Schiefer sind da salzige, ganz leicht medizinal wirkende Komponenten. Zudem sind da noch ätherische, an frische Kräuter errinnernde Geruchskomponenten vorhanden. Dieser Riesling Kabinet der 2012er Serie ist bislang (nebst Bikiniblick und dem Feinherb) am zurückhaltendsten, was die olfaktorischen Sinneseindrücke aus dem Glas betrifft. Mal sehen, ob sich das mit zunehmender Temperatur und Einfluss von etwas Luft verändert.

IMG_3649Am Gaumen im ersten Auftakt sehr verhalten, etwas jodig-medizinal aber ansonsten nicht viel hergebend. Allerdings macht sich nach dem ersten Schluck die komplexe Struktur bemerkbar. Dieser Wein hat sowohl viel Schmelz und Cremigkeit als auch eine verspielte, aber kräftige mineralische Salzigkeit und einen starken Schieferton im ersten Abgang, welcher durch eine kräftige Fruchtigkeit aus der retronasalen Wahrnehmung ergänzt wird. Die natürliche Fruchtsüsse ist moderat, d.h. den Wein kann ich mir gut als als Speisebegleiter (gleicher Einsatz und Kombinationsmöglichkeiten wie mit einem Grossen Gewächs) vorstellen.

Der Wein hinterlässt nach seinem langen Abgang im Mund und am Gaumen eine traubige Frucht, wie wenn ich reinen, unvergorenen, frischen, ungefilterten, nicht pasteurisierten Traubensaft getrunken hätte. 17.5/20

Bezugsquellen: http://www.bona-aestimare.ch/, http://www.cave-des-anges.ch/ oder in Deutschland direkt ab Hof.

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